Wi kieken trüch up de verläden 10 Johr „Schönbarger Späldäl“
In dat Johr 2007 fiert de Schönbarger Späldäl ehren 60. Geburtstag. Grund nog, de letzt’ 10 Johr to bekieken. Alle 10 Johr möt man ein Bilanz trecken.
Sied 1947 giwt dat jedein Johr Höhepunkte in dat Wirken vun de Schönbarger Späldäl, is de Späldäl ut dat kulturelle Läwen vun Schönbarg un uns’ Eck vun Meckelborg nich mihr wegtodenken. Un so sall dat ok bliewen, dat hebb’n sick de Schönbarger Maaten up ehr Fahn’ schräwen.
So fangen wi – as sick dat hürt – mit dat Johr 1998 an:
1998
De Schönbarger Späldäl is wedder dor mit „Tüdelie mit de Friegerie“, Premiere is an’t 27. März 1998. Up de Bühn’ stahn Irmgard Döpke, Waltraud Tampe, Angelika un Gerd Soltow, Günther Kaulfersch un Kurt Steinbrück. Siet ein Johr ward prowt un prowt an dat niege Stück ut Bremen, dat Klaus Schimmelpfennig in’t meckelborger Platt öwersett hett.
Mit dat Stück geiht de Schönbarger Späldäl up Tournee dörch den Westen vun Meckelborg. Vun Kreihnsdörp bät Kalkhorst kann jedein seihn, wat de rieke Buer ein jung’ Fru friegt orrer nich.
Öwer ok up de runden Geburtstage orrer de Gemeindefeste sünd de Schönbarger Maaten mit ehr Kortprogramm ümmer feste dorbi.
Un – as jedet Johr – begröt de Schönbarger Späldäl tosamen mit den Schönbarger Börgermeister den Martensmann, de ut Lübeck up sien Reis’ nah Schwerin in Schönbarg Station makt un ein gadlich Portion Lübecker Rotspon in sien Gepäck hett.
1999
Un wedder is ein Johr vörbi,
wi spälen as dull, wi sünd dorbi,
wenn de Gemeinde un de Familien,
de Füerwehr un Rentner fiern
mit Kortprogramm orrer grote Bühn.
Öwerall süht man de Späldäl giern.
Wi prosten mit den Martensmann
un unsern Börgermeister düchtig an.
To de bewährte plattdütsch Trupp
Hürt ok ne lütte Kinnergrupp.
De högen sick an Sprak un Spill
Un gäwen allens für disse Gill.
2000
Nu möt wedder mal ein Stück her. Dat olle Stück is awspält, dat kennt jedein, de uns kennt. Un blot Sketche un so’n Kram is up Duer kein Rutfödderung för ein richtig’ Schauspäler.
We trugen uns an ein nieg’n Einakter ran. „De gode Partie“ hett an’t 22.Oktober 2000 Premiere in Hotel „Stadt Lübeck“. Bevör dat Premierenspijök losgeiht, möten de Kinner ut de Kinnergrupp ehr Können unter Bewies stellen. Un dat klappt jüst so good, as de Einakter achteran bi de Groten. Tofräden Tokiekers, stolte lütte un groten Spälers un Helpers achter de Bühn sünd dat Fazit vun dissen Abend.
In de Schönbarger Späldäl makt jedein alles. Jedein spält, makt de Technik vör un achter de Bühn, bastelt un neiht. Sogor de Regie bi dat Stück in dit Johr is ein Gemeinschaftswerk. Dat is Volkstheater mit Liew un Seel!
2001
Wedder ein Johr Paus. Äwer von wegen!! Niege Sketche, niege Stücke för dat Kortprogramm warden instudiert. „Näbenbie“ spälen de Maaten rund üm Schönbarg ehre Stücke un ehre Sketche, de Martensmann ward anprost.
In de Schaulferien makt de Späldäl Ferienspaß up platt für de Schönbarger Kinner. Ümmer wedder bliwt ok mal ein vun de Lütten bi de Späldäl. Äwer Schönbarg hett ein grot’ Problem mit den Nachwuchs. Achter de Schaultied gahn väle Kinner weg ut Schönbarg in de wiede Welt nah Hamburg orrer Kiel, üm dor to lier’n. Denn kieken se blot noch taun Besök in orrer taun Fiern. Un bi de Schönbarger Späldäl bliwt allens bi’n „Alten“.
2002
De Stückutwahl is nich licht, wenn blot de Ollen spälen. Un so warn ierst mal de Stücke awspält un wiederhen ward sketcht un lacht mit dat Publikum. Siet de Mitt vun’t Jahr warden ok twei Einakter indstudiert. Ein mit de Kinnergrupp, de intwischen ein Jugendgrupp wier un ein mit de Ollen. Öwer dat Spälen un dat Regieführen in einem föllt swor, un so is dat ein Geschenk vun Häben, dat Rudi Korf vun de Fritz-Reuter-Bühne Schwerin, de ihrerdäm as Regisseur bi uns bät 1985 arbeit’ hett, ok in Schönbarg heimisch würd un nu dat Regiezepter öwernähm. De Schönbarger Maaten künn sick nu wedder vull up dat Spälen konzentrieren unter de Fuchtel vun Rudi Korf .
2003
21.03.2003. Wedder einmal eine Premiere in Schönbarg mit de twei Einakter „Dree Stück, wat’n Glück“ mit de Jugendgrupp un „Dat snaksche Testament“. Premiere in duwweltem Sinn, denn Schönbarg hett keinen groten Festsaal mihr, un so ward de Premiere korterhand in dat Gerätehaus vun de Füerwehr spält. De Füerwehrlüd heben ehr Insatzfahrtügs vör de Dör führt. De Maaten vun de Späldäl hebbn den Saal inrümt, ne Bühn buugt, de Premiere spält un achteran allens wedder afbuugt, utrümt un dornah noch mit de Gäst fiert bät in de Nacht. Weker sick för dat Theaterspälen in sien Frietied entscheid’, möt mit Huut un Hooren dorbi sien. Anners ward dat nix. Dat möt ok de Niege, Beate Eggert, erfohren. Beate hett dat ierste Mal in’n Stück up de Bühn stahn un hett ehr Sak god makt. Un se hett dat Tüg dorto, ein Maaten mit Liew un Seel to warden. Un se hett ehr Hart an de Schönbarger Späldäl verlurn.
Un noch wat is passert bi de Späldäl. Günter Döpke, de all de anner Johrn achter de Bühn hulpen hett, würd von Rudi Korf batz up de Bühn stellt. Dat wull he einersiets twors nich, öwer annersiets wull he sien Fru nich nahstahn un so künn Rudi em öwertügen, dat he de lütte snaksche Rull mit einen Satz spälen künn. Un mit de Tied hett he ok Spaß an de Rull.
Man ein grotet Glück för de Späldäl is, dat Gerd Soltow ein groten Spezialist för Technik is. Mit de Installation vun Mikrophonen un de Utstuerung vun de Tontechnik dörch Gerd hett de Premiere in dat Fuerwehrhuus för alle Tokiekers taun Biläwnis warden laten.
2004
Nu geiht dat rund. De Schönbarger Späldäl hett mit Beate Eggert un Günter Döpke Verstärkung – un noch mihr. Helga Schüler, de an leiwsten achter de Bühn mit Book as Toseggersch sitt, un Peter Vitense ward de Theatergrupp statsch. Nu möt dat ein Dreiakter sien. All hebben se Lust dorto. Un Rudi Korf hett de Gaw, ut all dat best Talent to halen. In Oktober 2004 giwt dat ein niege Premiere mit dat Stück “ Gollen Harwst“ Nah 12 Johren Dreiakter-Abstinenz wier dat ein grotet Stück Arbeit, dat mit de Hülp vun Rudi Korf als Regiesseur un Marion Balbach als Regieassistentin mit väl Geduld un väle Regieinfälle vull Leiw up de Bühn stellt würd. Premiere wier in dit Johr in’n Saal vun Hotel Paetau. De Saal ist lütt, un so möt an annern Dag noch ein Vörstellung för all de spält warden, de kein’ Korten mihr to Premiere kriegt hebben.
Ein Besünnerheit giwt dat in dit Johr.Kurt Steinbrück is siet 40 Johren bi de Schönbarger Späldäl. Harten Glückwunsch! In de 40 Jahren hett he vun Handlangerhülp öwer lütte un grote Rullen bät hen to’n Bühnenleiter allens makt. Un so is Kurt Steinbrück tosamen mit Waltraud Tampe ein Stück Geschicht vun de Schönbarger Späldäl. He hett noch mit all de Ollen spält - Rolf Schümann, Ernst (Erni) Möller un Karl-Heinz Voß. De Maaten vun de Späldäl wünschen sick, dat he noch lang bi uns aktiv bliwt.
„Nebenbi“ löpt – dat is klor – de lütte Form mit Humor up Platt, mit Läuschen un Riemels.
2004 is ok dat Johr mit Verännerungen. Kurt Steinbrück wier nah den Tod vun Rolf Schümann Bühnenleiter. In siene Frietied twischen Arbeit un Theaterspälen is he bi de Fuerwehr as Brandwehrführer. Nu sall dat ein Trepp höger gahn in de Fuerwehr, man den Bühnenleiter un den Füerwehrposten, beid tosamen – dat geiht nich. Un so giwt dat siet 2004 ein niegen Hot bi de Schönbarger Späldäl. Välen Dank, Irmtraud Döpke, de sick so an de Spitz för de Trupp stellt, de nich ümmer licht to lenken is.
Ierstmalig in Schönbarg sall de lütte Bühnendag vun Meckelborg/Vörpommern stattfinden.
Grote Uprägung bi de Maaten. De Bühnendag sall besünners god warden. Schönbarg hett dat Schultenhuus direktemang neben dat Vereinshuss, väle engagierte Maaten, de beiden Soltos un Rudi Korf. Un so steiht ok dat Rahmenprogramm fix.
De Bühn’ ut ganz Meckelborg/Vörpommern drapen sick in Schönbarg.
Nah dat Begröten dörch Kurt Steinbrück, den Bühnenleiter der Schönbarger Späldäl giwt einen Vördrag vun Rudi Korf
Über Aufbau von Stücken un dramaturgische Erschließung von Stück
Innere Dynamik in der Führung von Figuren
Spannungsbögen
Grundsätze bei der Regieführung
Praktische Erfahrungen in der Wirkungsweise auf das Publikum
För de Middagspaus wier’n de Soltows tostännig, de sick üm dat Wohl vun Tung un Mag’ kümmerten.
Nah de Middagspaus spält de Jugendgrupp ut Schönbarg ehren Einakter „Drei Stück, wat’n Glück“ .
Dornah hett Rudi Korf wedder dat Würt.
Praktische Anwendungen, Spiel ohne Text, szenische Umsetzung vorgegebener Situationen im improvisierten Spiel
Taun Awschied giwt dat för all noch Kaffe un Koken, de de Schönbarger Maaten sülben backt harr’n. So würd de lütte Bühnendag in uns Schönbarg ein groten Erfolg, dat wier de Meinung vun all de Gäst.
2005
Premiere an 13. November 2005 mit twei niege Darsteller. Günter Döpke hett ein grote Rull in dat niege Stück öwernahmen un Helga Schüler wesselt vun achter de Bühn nu up de Bühn un debütiert in ehr Rull sihr originell! Achter de Bühn sitt „Minna“ Gertrud Eggert as Toseggersch, dat is nu de Niege in de Späldäl. Siet Januar prowen de Maaten tweimal in den Week unter de Fuchtel vun Rudi Korf un Marion Balbach den Dreiakter „Pension Sünnenschien“.
Mit väl Bifall warden de Maaten för de Premiere an 13. November belohnt. Dat Stammpublikum is stolt up siene Schönbarger Maaten.
De Utwahl vun de Stücke ward demokratisch makt. Väle Rullenbökers warden vun alle Maaten läst. Nah ein gadlich Stück „Läsarbeit“ ward awstimmt, weker Stück in’t nächst Johr spält warden sall. Dorbi möt de Späldäl ok beachten, wat spält warden kann un wat man besetten kann. „Pension Sünnenschien“ spält in ein Pension för Pensionäre, ein passlich Stück för de Späldäl, wiel de Figuren öllere Lüd sünd, so as väle Mitspäler vun de Späldäl, man in Hart sünd se ümmer jung, sünst künn ein kein Theater spälen!!
De Schönbarger Späldäl is Veranstalter vun „Speckabend“ 2005 in Schultenhuus un lad’t all Schönbarger in. Rudi Korf un Marion Balbach maken ein Programm öwer dat Äten un Drinken in Meckelborg. Achteran fiert de Schönbarger Späldäl mit ehr Publikum, danzt un singt de halwig Nacht.
10.Juli 2005. Die Schönbarger Späldäl nimmt Abschied von Fritz Tampe. Fritz Tampe war viele Jahre als Helfer hinter der Bühne alle Zeit zur Stelle. Zuverlässig un gutgelaunt baute er Bühnenbilder, zog den Vorhang auf, half bei allen technischen Problemen, während seine Frau Waltraud auf der Bühne stand un spielte.
2006
Lang all lopen de Prowen för dat niege Stück. Tweimal de Week drapen sick de Maaten in dat Vereinshus. De Prowen maken väl Hög un väl Arbeit. Mannigmal ward väl lacht, äwer mannigmal möt ok ein irnst Wurt seggt warden. Bevör dat niege Stück sien Premiere hett, sall an Speckabend ein nieget buntet Programm spält warden. Ok dat föddert sien Prowen. Ein bannigen Barg Arbeit hebben de Maaten dor vör sick.
De Speckabend is ein Erfolg, den de Schönbarger Tokiekers mit väl Biefall bedenken. Glieck achteran möt man sick up de Premiere vörbereiten. An 4. November 2006 is dat sowiet. Wintertied is Spökentied, un so ward an dissen Dag dat Stück „Kattenspök“ spält. Un wedder en duwwelte – ne dreifache Premiere! Mit de niege Palmberghall hett de Späldäl einen niegen Saal, in den de Stammtokiekers alltohopen ok Platz hebben. Man de Stammtokiekers sünd miehr worden! Un so warden Bänke un Stöhls tostellt. Väle Tokikers stahn de Vörstellung öwer. Liekers möt de ein orrer anner wedder nah Huus, wiel kein Platz mihr is. De Späldäl is stolt up de Resonanz.
Äwer ahn’ unsern Gerd Soltow wier’t nich to maken. Vulle Technik in dit’ Stück! Mit Dunner, Nebel, Dörenklappern, Motorenrattern, Kattenjammern un Lichteffekte is dat ein niege Rutförderung vör uns‘ Technikgenie. Jedein Mitspäler hett ein eigen Mikrophon an de Snut un soans kann jedein Tokieker ok bi de lege Akustik allens wunnerbor verstahn.
De Schönbarger Späldäl hett ofteins swore Bedingungen för dat Theaterspälen up‘n Dörpen in Meckelborg. Mannigmal spält se in grote Erntehallen, de kein Akustik hett. Ein Berufstheater hett dor siene Grenzen. De Schönbarger Späldäl kann mit ehr Technik un ehren Technik-Gerd öwerall spälen.
De Schönbarger Späldäl hett ok Sponsoren mit dat niege Stück an Land treckt. Optiker Röhr hett to de Requisiten wat to stüert un Rudi Volk nimmt de Upförderung ut dat Programheft irnst, denn dor steiht: „Schriew mol wedder, an besten einen Scheck“
Wiel de Späldäl so väl Erfolg bi den Speckabend un de Premiere hatt hett, giwt dat 2006 noch „Streicheleinheiten“ to Wihnachten. Mit ein höglich’ Programm seggt de Späldäl up Weddersehn - bät in’t nächst Johrt
2007
Dat Jubiläumsjohr!! De Vörbereitungen lopen as dull. Jedein is inspannt in disse Vörbereitungen. In Sommer sall de Speckabend lopen, achteran ein Festveranstaltung extra mit väle Gäst un nahstens de Premiere vun dat niege Stück in’ Harwst. Un wiel dat ein Jubiläumsjohr is, sall ok allens besünners warden. So hett Rudi Korf ein Programm för den Speckabend un de Festveranstsaltung tosamen stellt, dat för de Späldäl nieg Rebett is. De Maaten ward’n dat irste Mal ein Kortprogramm mit Texten, Dialogen, Musik un Gesang wiesen. Soltow Nummer drei helpt dorbi. Claudia spält Akkordeon, un de Maaten versöken, de Melodie mit väl Hög so to hollen, dat ok de Besökers ehr Hög hebben. Äwer vör dat Vergnögen steiht de Arbeit. Dat Lier’n von väl Text un Melodie, vun Tosamenspälen is mannigmal nich einfach. Jedein Week giwt dat ein Prow för den Speckabend, ein Prow för dat niege Stück un middenmang ward för de Stücke prowt, de an’ Sünnabend oder Sünntag as „Repertoire“ up de Bühn bröcht warden. So ward de „Golden Harwst“, „Dat naksche Testmanent“, de „Pension Sünnenschien“, de „Kattenspök“ un uns’ lütt Programme spält. Alle Maaten hebben väle Texte in Kopp. Man de Maaten schaffen dat! An’ End vun dit Johr giwt dat de Premiere to dat Stück „Rommè to drütt“.
Speckabend, Festveranstaltung, Premiere – öwerall ward’n de Maaten 100 perzent gäwen. Un so kann’n blot hopen, dat de Verantwurtlichen ut de Politik jüst so iwrig den Geldhahn so ein bäten updreihn, dormit de plattdütsche Kultur noch dägter in de Höh’ wassen kann.
2008
Nah de Premiere is vör de Premiere. Für dat Johr 2008 is de Wahl up dat Stück „Dör an Dör“ von Frank Grupe follen. Un so löpt dat nu as jedein Johr. Einmal de Wek ward prowt un Rudi Korf un Marion Balbach maken de Regie. All do‘n dat, wat för de Darstellers äben an dat Theaterspälen so spannend is. - Texte liernen? Na, dat möt ja woll sien. Ne, dat hett nich ümmer wat mit Spaß to don, wiel nu mal nich jedein ‘n licht behöllern Kopp hett. Dat is öwer liekers sihr nödig, dormit dat kein Kasperkram ward. Dat Schönst un Interessantest an dat Theaterspälen is, dat man sick in de Gedankenwelt von anner Figuren bewägen kann. Dor is nich so wichtig, wat Kurt oder Günther, Helga oder Beate privat maken un denken würden. Beate is nu Antonia un söcht Roh, Kurt as Ernst Klapproth spält so‘n Unroh-Wusel in disse Roh. Un Helga hett de best Rull. Se spält de Nachwersch, de stumm blieben will, bet Hansa Rostock Dütscher Meister ward. Ahn Text, äwer mit sihrväl Gestik mimt se in Hansa Rostock Trikot un breckt ehren Schwur ok nich, as dat brennt, denn de Mellung singt sei in ehr Bang‘.
De Premiere in Oktober is wedder ein bannigen Erfolg. De Sporthall in Schönbarg verwannelt sick in ein Theater, all de Spälers, ok Günther un Inge faten mit an, bugen un basteln.
De Tokiekers sünd mihr as tofräden, högen sick un klappen bannig mit de Händ‘.
To dat Wihnachtsfest giwt dat babento in dat Vereinshus noch ein besinnlichen Adventskaffee mit sülwstbackten Kocken, Leeder un Vertellers för de Schönbarger.
2009
„Späldäl feierte rauschende Premiere“ verkünd’t de Ostsee-Zeitung. Denn an den 31.Oktober 2009 würd‘ wedder mal de Palmberghall in ein Theater verwannelt. Nahdem man gewohr worden wier, dat Moralbedenken in uns Tied mallerig wieren, kihrt dat Stück „ Herr Mann – dat Düwelswiew“ mit disse Premiere an den Ursprung, also an de Weig’ torüch. Dat Stück is nämlich ein poor Hüser wieder ut de Fedder von Rudi Korf un Marion Balbach up de Welt kamen. Dordörch warden hier de Autoren togliek ok as Regisseure verantwurtlich.
Doch de Theatertrupp‘ hett dorför nich blots bi de Qualität von de Upführungen toleggt, ne, se hett ok bi de Spälers Towachs krägen. Mit Martina Schörling un ehr Mudder Gesine Konrad stahn twei niege Spälers up de Bühn. Wi seggen „hartlich willkamen un bliewt recht lang bi uns!“ Twei Lüd mihr, dat mag sick minnachtig anhüren, äwer bi so ein lütte Trupp sünd dat all twindig Perzent!
Martina künn noch kein Platt snacken, müsst‘ allens as ein Frömdsprak liernen. Äwer se hett dat grotordig henkrägen un – wat jüst so wichtig is – se hett Spaß hatt‘. Den Reporter hebben de beiden seggt: Klar ist für sie schon jetzt: Sie können jedem empfehlen, bei der Niederdeutschen Bühne mittzuspielen. Ja, de Späldäl is ja ok ein dullen Hümpel plietsche Lüd.
De Speckabend in August würd‘ wedder eins von Rudi Korf un Marion Balbach tohopen stellt un spält. De hebben sungen to de Musik von Gerd Soltow jun., hebben Riemels un Läuschen vertellt. Achteran würd‘ – so as sick dat för einen Speckabend gehürt – danzt un fiert un schnabuliert mit dat Publikum.
Nah Speckabend un Premiere gäw dat noch ein „Stellungswechsel“ Irmi will nich mihr de Irste vun de Schönbarger Späldäl sien. Un so öwernimmt Beate Eggers mit väl Tospruch de Leitung. Wi wünschen ehr väl Glück.
Oktober 2009 – De Schönbarger Späldäl möt för ümmer Awschied von Gerd Soltow sen. nähmen In de verläden Johren wier Gerd de gode Seel för de Technik. Wo hei sein Hand anleggt hett, dor künn man säker sien, dat allens so flutscht hett, as dat nödig is, wenn man nich blots up de Bühn god‘ Theaterspälen will. Ahn so’n Lüd, de ehr Anliggen väl höger ansetten, as blots de Jacherie nah Verdeinst, hadd dat ümmerwägent an Substanz fählt.
2010
„De Irste … Beste“ heit dat an 30.Oktober 2010 in de Palmberg Hall in Schönbarg. Eigentlich hett dat Stück heiten: „De Irste is de Beste“, - äwer de Besökers willen ja nich all vörher weiten, woans de Geschicht awlöppt. Dat Publikum hett sick an wennt, dat jedein Johr ein nieges Stück up de Bühn bröcht ward. Un so sünd de Lüd bannig jieperig up de Intrittskorten. De warden nu ok as Geschenk köfft. De Schönbarger Späldäl hett sick ein Nam makt mit interessante Instudierungen un Vörstellungen. Un all hebben se dor ehren Andeel an, de Spälers möten jedeen Week prowen, Texte in den Döz inpremsen, liernen un sick binwennig de Eigenorten von anner Lüd to eigen maken, bet sei in de Vörstellungen as ganz anner Minschen ümher posementieren. Un dormit de Brägen nich to fuul ward, löpt näbenbi de lütte Form mit allerhand Spijökenkram bi Familienfier.
Mit dat Stück „De Irste … Beste“ nähmen Günther un Irmi ehren Awschied von de Plattdütschen. Schad‘, denn wi hebben girn mit juch tosamenspält. Wi danken beid‘ för allens, wat se in de ganzen Johren för de Späldäl makt hebben. Se hebben buugt, organiseert un spält un spält un spält.
Wi höpen, dat wi de beid noch ofteins als Tokieker bi uns begröten können.
2011
Mit den Awschied von Irmi un Günther hett de Späldäl ein grotet Problem. Günther Kaulfersch will nu ok kein Theaterstück mihr spälen, blot noch de lütten Saken ut de Programme. Nu hebben wi mit Kurt Steinbrück blot noch einen Kierl! As man so seggt: „De Hahn in‘ Korw“! Äwer ein plattdütsch Bühn is nu mal kein Höhnerhoff. Un blots mit Frugenslüd allein….? Dor künn doch so dat ein oder anner fählen. Wi bruken Mannslüd! Äwer woans? Rudi Korf hett ein Idee. In de Kreisstadt Kreinsdörp läwt Hans-Joachim Moll, ihrerdem von de Niederdeutschen Bühne Kreinsdörp, de dat nu nich mihr giwt. Fix is he öwerred’t, as Gast ein Rull in Schönbarg to öwernähmen. He is ja mit Liew un Seel ein Schauspäler. Un denn giwt dat noch in Rehna de Plattsnackers mit Tom Roloff. Ok Tom wier fix öwerred’t, in de Schönbarger Späldäl to spälen. So fix wieren dat nu wedder drei Mannslüd, so dat de Späldäl ein Stück ut de Schriewerswarkstatt vun R. Korf / M. Balbach – „De Querkopp“ spälen künn‘.
Premiere wier wedder End Oktober, ein fasten un sihr dägten Termin in den Kulturkalender von Schönbarg.
De Tokiekers bedanken sick mit väl Applaus. De Schönbarger Späldäl hett nah de Premiere Grund to‘n fiern mit ehre Gäst. Up de Premierenfier gäw dat ein schön Öwerraschung. Tom will nu Mitglied vun de Späldäl warden un Molli will ok wiedermaken. Is dat nich dull?
Dat sünd jüst so’n Erfolge för de Trupp, as de Beiden vörher för sick mit ehr Rullen fiert hebben.!
De ein kümmt, de anner geiht. Un so seggt Kurt Steinbrück nu adschüs to de Maaten nah all de Johren. He makt mit allens Sluß, spält blot noch den Querkoppt to End‘ un geiht. Wi wünschen em allens Gode
2012
De Stückutwahl ut de Schriewerswarkstatt vun Rudi Korf un Marion Balbach is woll doch ganz aktuell, wiel sei interessant un ut de hütige Tied vertellt. Un so ward in dit Johr ein Uraufführung spält – dat irste Mal in Dütschland gäw dat „Vergellung ut de Ünnerwelt“. Ein plattdütsch Stück mal von ein anner Colür. Obdachlose Frugens möten up ein oll Schippswrack kampieren, kriegen äwer den Schülligen von ehr Unglückto to faten un spunnen em in. Äwer woans söllen arme Lüd de rieken Mackers bestrafen, wenn de Gesetze dorför nich langen Nah ein Johr Prowen wier dat wedder ein grotorrigen Erfolg un dat Publikum wier tofräden. De Tokiekers ahnen gor nich, wat de Schauspälers allens leisten. Vör dat Spälen möt näben de Prowen dat Bühnenbild buugt warden – Bühnenmeister Ewald Kiwitt is nu bilütten in de Johrn kamen un kann nich mihr för de Späldäl buugen. De Maaten malern un Molli un Minna basteln, de Technik bi dat Spälen makt Tom achter de Bühn näben sien Rull. De Bühn för de Premiere möt upbuugt un Stöhl för dat Publikum upstellt warden. Nah de Premiere ward allens wedder torüchbuugt. Väl Arbeit, äwer all maken dat giern, denn so’n ihrlich Händklappen von de Tokiekers weggt all de Möh un Plag‘ wedder up. Un so gäw dat ok in dit Johr ein Grund, tosammen mit de Premierengäst un unse Sponsorn to fiern.
Giern bedanken wi uns mal bi uns Hülpslüd. Nils Eggers , de Söhn vun Beate Eggers, öwernimmt de gastronomische Betreuung vun dat Premierenpublikum. As in dat richtige Theater künn‘n de Tokiekers in de Paus ein Glas Sekt un anner Saken drinken. Dat makt den Abend so schön komodig. Un all de Spälers hebben dörch de anner Ort von dat Stück ganz niege Erfohrungen makt. Un weckerein dorto lihrt, verbätert sick dorbi.
2013
Dat Johr 2013 ward väle Minschen in Schönbarg in dat Gedächtnis bliewen. Worüm? Dorto kamen wi later. Irst geiht dat Johr los as ümmer. Prowen stahn an den. Dat Stück ward wedder ein Urupführung. – „Dat Mannswiew un de lütte Ünnerschied“ vun Rudi Korf un Marion Balbach. Un dorbi makt sick so biwäglang ein Idee breit, de all ein gadlich tiedlang in den Kopp von de Bühnchefin rümspökt. De Palmberg Halle is twors ein Möglichkeit to‘n Theaterspälen, öwer de Akustik un de Atmosphäre sünd nich god, wiel sei mihr up den Sport utricht sünd.
In Schönbarg giwt dat ein oll Kino, dat blots von buten ein bäten olt utsüht. Beate un Angelika klönen mit den Besitter. De is fix to begeistern för de Idee, ut dat Hus ok ein wunnerschön Theater to maken. So warden sick de Späldäl un de Besitter vun’t Kino ganz fix einig. In Oktober 2013 ward dat nich blot ein, sondern twei Premieren gäwen. Doch toirst möt de swere Kinotechnik ümrümt warden. Dat bringt twors langsteckt Arms in, äwer ok stahlend breide Gesichter, wägen de schönen Möglichkeiten in‘t Kino. Dor möt ok dat Bühnenbild un de Utstattung ein bäten anners buugt un malert warden. Rudi, Minna, Beate hebben sick dat Bühnenbild vörnahmen. All de Spälers, ok Günter, Rudi un Marion hebben in’t Kino ein dägte Hand anleggt.. Dat heit: uprümen, swore Gerätschaften sleppen, fägen, wischen, allens hübsch maken mit Kerzen und Biller. Ein besünners grot Dankeschön an de SZ-Bau Schönberg. De hebben so ratz batz ein Trepp un ein Rampe vör den Ingang buugt as Sponsorenleistung. Öwer den Kinoingang hett de Kinobesitter ein grotet Schriftbild montiert mit „Dat Mannswiew“. Mihr Platz wier nich. Süht äwer lieckers prima ut un wiest, dat in Schönbarg wat för de plattdütsche Kultur dan ward. Un denn käm de Premierenabend! Tosätzliche Stöhl müssten her, wiel dat väl mihr Achterbacken as Stöhl gew. Un de wieren reinweg ut de Tüt. Komodig in roden Sesseln sitten se un kieken sick dat Spill an. Väl Bifall twischendörch, väle Lacher un an‘t End heit dat: Dat wier ein so wunnerschönen Theaterabend, as Schönbarg em lang nich tostand bröcht hett. För Rudi un Marion is dat ümmer spannend, wat dat Publikum so ein nieges Stück mag orrer nich. Dat Urdeil wier klor un düdlich. Ein spannend-lustiges Stück un väle gode Ideen un en wunnerborer Dialog. Wat will man mihr?
2014
Väl to väl von de Plattdütschen Bühnen klagen, dat ehr de Lüüd weglopen un dat sei nich genog Spälers hebben. Dat wier bet nu ok in Schönbarg ein Problem. Man nu kümmt dat Echo up de Arbeit von de letzten Johren torüch. Mag dat nu an den plattdütschen Düwel oder den plattdütschen Chef von den Häben liggen, oder is dat villicht doch de gode Geist von de Trupp, - äwer dor mellen sick wohrhaftig niege Spälers bi de Bühnenchefin Beate Eggert an un willen ok giern up „de Bräd‘, de de Welt bedüden“ stahn. Nu möt man endlich nich mihr so lang söken, bet man Stücke find’t, de blots ganz wenig Personal bruken, - ne, nu kann man mihr dorup kieken, wat de Tokiekers in un üm Schönbarg väl Hög‘ makt un liekers dorför sorgt, dat dat Plattdütsche nich blots för so ein bäten „Knäp vertellen“ nutzt ward. Dorüm geiht dat Stück ditmal wohrhaftig üm Murd un Dodslag! Äwer wiel dat ein Kriminalkomedie is, geiht dat bi „Dode Kierls sünd Frugensglück“ (von Rudi Korf un Marion Balbach) üm richtig dägten swarten Humor. Denn obschons de Titel nah Blot un Pulver rükt, möten de Frugenslüd liekers nich ganz ahn ehr best Stück dörch dat Läben gahn. Un wenn von dat best Stück snackt ward, denn möt gliek vertellt warden, dat de Börgermeister ok as Späler mitmakt. Ja, wenn up disse Ort sogor ein „sächsisch Tung“ den Weg up de nedderdütsch Bühn find’t, denn hett dat all ein besünner Kolür un is wat Besünners, dat mann annerwägens säker nich find‘t. Un wenn babento ok noch mihr Frugens- un Mannslüd de Mannschaft starker maken willen, denn möt för dat tokamend Johr ganz säker ein grötter Stück utsöcht warden.
Wieldeß is dat wunnerschön Kino ein faste Spälstell worden. Dorüm würd ok de Qualität von dat Bühnenbild verbätert, denn statts de ollen twei Meter hogen Wänd’n, würd nu ein richtig faste Kulissenreih upstellt, de düchdig mihr Qualität upwiest un dorüm bäter to den Insatz von de Spälers passen det. Un disse Qualität, de man ümmer starker in un up de Bühn süht, de verlöwt ok uns Regie, den Ihrgeiz von de Spälers ümmer mihr to ketteln, so dat sei ehr Figuren schön fiensinnig ein Eigenläben in de Upführungen gäben können. Un wiel Rudi Korf dörch sien langen Johren as Chef von de Plattdütsche Berufsbühn weit, wat man mit god Theater schaffen kann, bringt hei ümmer niege Ideen in de Inszenierungen, dormit de Schönbarger Späldäl noch mihr Erfolg un Besökers hett.
2015
De välen niegen Spälers sallen natürlich ok up de Bühn to ehren Insatz kamen. Un wiel sei ok ganz passlich in dat Ensemble rinwassen möten, - dorto ein interessante Rull hebben sallen, - un to glieke Tied Hög‘ bringen un Hög‘ hebben söllen, hebben Rudi Korf un Marion Balbach ein nieges Stück schräben, wat för jedeinen de richtig Upgaw‘ prat höllt. Kieken wi mal, woans dat denn in den Oktober ward, wenn dat bi de Urupführung heit: „Kannst‘ nich regiern, mötst‘ pariern!“ Un uns Tokiekers können säker sien, dat de Späldäl mit dat Stück nich unbedingt uns‘ Regierung awlösen will!!! --- Obschons ok von dor ein bäten mihr Ünnerstützung för dat Plattdütsch kamen künn - - - ! ! !